Zur Konvergenz und Divergenz
der Lernorte beruflicher Bildung
Volkmar Herkner; Conrad
Krödel, Europa-Universität Flensburg
Die klassische Zuweisung,
wonach in der Berufsschule die „Theorie“ und im Ausbildungsbetrieb
die „Praxis“, Gegenstände einer dualen Berufsausbildung seien,
gilt in dieser Eindeutigkeit schon lange nicht mehr. Zum einen
stellt sich die Frage, was denn überhaupt „die Theorie“ und was
„die Praxis“ ist. Zum anderen haben das Lernfeldkonzept als
curriculare Grundlage und die Handlungsorientierung als
grundlegendes didaktisches Prinzip mehr als je zuvor deutlich
werden lassen, dass instrumentelles Handeln auch Gegenstand im
berufsbezogenen Unterricht sein muss. Die Verbindung beider
Bereiche wird zudem schon seit langem unter dem Konzept der
Lernortkooperation favorisiert. Doch in der didaktischen
Diskussion darf es nicht nur um
Konvergenz, sondern muss es auch um eine notwendige Divergenz der
beiden Lernorte gehen. |